Klay – Reflected EP

Wir schreiben das Jahr 2013. Ich bin frisch aus der Schulanstalt entlassen worden. Jung, naiv, dachte ich: Werd’ doch Grafiker.

Irgendein erstes Projekt muss man sich angeln – da kam die neue Silberscheibe der Schwester und ihrer Band perfekt. Als sie mir davon erzählte, hatte sie mir ein paar Inspirationen aus ihrem mood board gezeigt. Ich hatte direkt eine Idee und versprach ihr, dass ich ihr etwas anbieten könnte, das ihre Ideen noch übertrifft und dass ihr gefallen würde. Meine Idee war einfach und die Umsetzung langwierig – eine Gestaltung im Cut-Out Design, 100% handgemacht, jedes digitale Asset aus eigener Hand, liebevoll abfotografiert und in Photoshop zusammengebastelt.

Vom ersten Vorentwurf an war die ganze Band begeistert und der Auftrag ging an mich.

Arbeit eines reinsten Puristen – jedes Asset wurde selbst produziert. Jedes Zettelchen zugerissen, abfotografiert. Schatten wurden selbst mit Hand freigestellt. Ich empfand es als schummeln, irgendetwas, das zu sehen ist, nicht selbst zu erzeugen.

Für die Farbflecken wurde selbst gekleckst und alle Exemplare digitalisiert (die Klecksfarbe war im Original gelbgrün).

Der Karton für den Hintergrund wurde selbst abfotografiert.

Die zerbrochene CD… dafür wurde eigens eine CD zerbrochen, die Stücke platziert und abfotografiert.

Da die Texte aus der Feder der Sängerin kommen, ist es am Besten, man erkennt auch an der Schrift ihre … Handschrift – daher durfte sie gleich hinhalten und sämtliche Texte für die Innenseite (und Rückseite) selbst schreiben, sie wurden digitalisiert und dann auf die Zettelchen gesetzt.

Stunden und Stunden Arbeit, mit Liebe. Aber das Ergebnis hat sich gelohnt. Es ist auch nach über 10 Jahren noch frisch, originell, und lässt sich herzeigen.

Und das ganze nochmal, aber ohne Schnickschnack: